Geflügel

Hühner

Appenzeller Spitzhaubenhuhn

Die vitalen und flugfreudigen Appenzeller Spitzhauben - buntes Gefieder und gute Legeleistung,

die begeistern. Das Markenzeichen der Appenzeller Spitzhaubenhühner ist ihr auffälliger Kopfschmuck: die schmale, nach vorne geneigte Federhaube, welche an die Trachtenhaube der Appenzeller Sonntagstracht erinnert. Die munteren und vitalen Spitzhauben sind ideal an die Bedingungen der Berge angepasst. Sie klettern vorzüglich auf felsigem Grund und können ausserordentlich gut fliegen, was die Gehegebauer immer wieder vor Herausforderungen stellt.

 

Da es nur kleine Kehllappen und statt eines Kammes zwei kleine Hörnchen besitzt, kann ihm auch der strengste Frost kaum etwas anhaben. Spitzhaubenhühner sind relativ gute Leger: Im ersten Jahr legen sie ca. 150 weissschalige, 55 Gramm schwere Eier. Im letzten Jahrhundert gab es mehr als zehn verschiedene Farbschläge dieser Rasse. Bis heute haben nur deren fünf überlebt: am häufigsten sind die silber-schwarz-getupften. Viel seltener und auf der Liste von ProSpecieRara sind die gold-schwarz-getupften, reingoldenen, schwarzen und reinweissen Schläge.

 

Herkunft und Entwicklung

Das Spitzhaubenhuhn soll bereits im 15. Jahrhundert in Klöstern des Alpenraums gezüchtet worden sein. Im 20. Jahrhundert blieben die Spitzhaubenhühner nur noch im Appenzell erhalten, weshalb sie fortan «Appenzeller Spitzhauben» genannt wurden. Die Appenzeller nennen ihre Spitzhauben aber auch «Gässerschnäpfli» oder «Tschüpperli». Anfang der 50er Jahre wäre die Rasse beinahe ausgestorben, hätte es nicht das Engagement etlicher Züchter gegeben. Eines der ersten ProSpecieRara-Projekte nahm sich 1983 der Zucht der bedrohten Spitzhaubenhühner an.

Quelle ZUN-schweiz.ch

Schweizer Huhn

Das frohwüchsige und stolze Schweizerhuhn überzeugt sowohl mit hervorragender Fleischqualität wie mit guter Legeleistung.

In den Nationalfarben - schneeweisses Gefieder und kräftig roter Kamm - präsentiert sich das Schweizerhuhn als stolze Landrasse. Mit den kompakten, Frostsicheren Rosenkämmen und den kleinen Kehllappen fühlen sich die Tiere in unseren Breitengraden wohl 1991 fand ProSpecieRara nur noch wenige Züchter, welche die alte Schweizer Rasse züchteten. Heute erfreut sich das klassische, stolze «Selbstversorger-Huhn» wieder an steigender Beliebtheit.

 

Zwischen den Weltkriegen hatte das Schweizerhuhn seine Blütezeit. Dazumal schätzte man das Zweinutzungshuhn, das sowohl genügend Eier als auch zartes Fleisch lieferte. Mit dem Aufkommen der modernen Hybridrassen, deren Legelinien fast doppelt so viele Eier legen, wurde es fast vollständig verdrängt. Von weitem werden die Schweizerhühner gerne mit solchen weissen Leistungs-Legehennen verwechselt. Von Nahem fallen Sie aber mit ihren schweren Körpern und den Rosenkämmen auf. Ihr stattlicher Körperbau wirkt sich auch auf ihr Gemüt aus, das als ruhig und zutraulich bezeichnet werden kann. So gehören sie auch unter den Hühnern nicht zu den besten Fliegern.

 

Herkunft und Entwicklung

Der Ursprung des Schweizerhuhns geht auf das Jahr 1905 zurück. In Amriswil begann Alfred Weiss aus verschiedenen Rassen, ein typisches Zweinutzungshuhn zu züchten.  Nach dem Krieg, mit der einsetzenden Industrialisierung der Landwirtschaft verlor die Selbstversorgerlandwirtschaft aber rasch an Bedeutung - und mit ihr das Schweizerhuhn. Seit 1991 führt ProSpecieRara das Schweizerhuhn-Projekt mit den wenigen noch verbliebenen Zuchtlinien weiter. In Zusammenarbeit mit engagierten Züchterinnen und Züchtern konnte diese traditionelle Rasse vor dem Aussterben bewahrt werden. Heute werden die Eigenschaften der Schweizer Hühner wieder interessant.

Quelle: ZUN-schweiz.ch

Araucana

Araucana-Hühner (auch Araucans, Araukaner oder Araucaner) gehören zu einer Hühnerrasse, deren Ursprung nicht mit letzter Sicherheit nachgewiesen ist, die aber aus Südamerika stammen. Als Ziergeflügel wurden sie erst ab den 1960er Jahren populär. Mehrere Eigenschaften unterscheiden diese Rasse von anderen Hühnerrassen. Sie haben eine vergleichsweise aufrechte Körperhaltung und an der Stelle, wo sich am Kopf des Huhnes normalerweise die Ohrlappen befinden, haben Araucanas eine walzenähnliche Hautfalte, auf der Federn wachsen. Diese sogenannten Bommeln sind eines der charakteristischsten Merkmale der Art.

 

Herkunft

Ihr Name leitet sich von den Araukanern (frühere Bezeichnung der Mapuche-Indianer) ab, bei denen sie um 1890 erstmals als halbwild lebende Hühner dokumentiert sind. Es gilt als sicher, dass diese indigene Bevölkerungsgruppe, die im Gebiet des heutigen Chile lebt, Hühner dieser Rasse seit mehreren Jahrhunderten hielt.

 

Merkmale

Die Lauffarbe ist weidengrün bis hellweidengrün oder schwarzoliv (je nach Farbschlag). Die Tiere haben eine gute Eierleistung und einen guten Schlachtkörper. Araucanahühner können einen Backen- und Kehlbart haben. Im reinrassigen Zustand sind sie schwanzlos, d. h. ihnen fehlen nicht nur die Schwanzfedern, sondern auch Schwanzwirbel, sowie die Bürzeldrüse. Im reinrassigen Zustand haben sie einen Erbsenkamm. Bommel und Tuffs, eine unter Haushühnern einzigartige Kopfbefiederung an Hautwarzen vor den Ohren, sind möglich. Die Eierfarben sind blau bis türkis. Einige Schläge legen auch rosafarbene Eier, was der Rasse in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten den Spitznamen Easter Egg Layer (dt. Ostereierleger) eingebracht hat.

Quelle: Wikipedia

Marans

Ursprünglich wurden die Hühner um 1900 in der französischen Stadt Maran erzüchtet. Heute sind die Tiere in der ganzen Welt gut verbreitet, doch die Zuchthochburg ist Frankreich. Neben den weit verbreiteten Farbschlag schwarz- kupfer gibt es noch einige andere Farben, wie gesperbert, weizenfarbig, weiss und schwarz. Typisch für die Rasse sind neben der dunklen Eier auch die leichte Beinbefiederung.


Eierfarbe: Dunkelrotbraun,teilweise auch mit dunklen Flecken


Legeleistung: ca. 180 Eier/ Jahr

Sulmtaler

Das Sulmtaler Huhn ist eine österreichische Haushuhnrasse. Die Rasse wurde um 1880 zur Kapaunerzeugung ausgehend von bodenständigen Landschlägen des Steirerhuhns erzüchtet und später zum Zweinutzungshuhn weiterentwickelt. Die Hennen haben eine hohe Legeleistung, zudem sind Sulmtaler gute Futterverwerter und leicht mästbar. Wegen der hohen Fleischqualität sind Sulmtaler heute vor allem in der Gastronomie der Steiermark begehrt. Sulmtaler sind selten und gelten als gefährdete Hühnerrasse.

 

Herkunft und Verbreitung

Das Sulmtaler Huhn ist ein Nachfahre des einstigen steirischen Landhuhns, das besonders im Kainachtal, Laßnitztal, Sulmtal und Saggautal gehalten und durch die Zucht und Mast zu einem schweren Landgeflügel entwickelt wurde. Besondere Bedeutung hatte der "steirische Kapaun", der wegen seiner Größe, der Zartheit und des Wohlgeschmacks seines Fleisches auch exportiert und an europäischen Fürstenhöfen geschätzt war. Zur Krönungsfeier von Napoleon Bonaparte im Jahre 1804 wurden unter anderem 150 Kapaune und 50 Hühner vom steirischen Landesamt geordert.[2] Noch heute erinnert der Kapaunplatz in Graz an das Quartier, in dem früher die Geflügelhändler, die Gilde der "Kapaun-Fratschler", ansässig waren.

 

In der Zeit von 1865 bis 1875 entstand zunächst durch die unorganisierte Einkreuzung von Cochin, Houdan und Dorking ein Hühnerschlag mit eher ungünstigen Eigenschaften. Ab 1900 begann der Grazer Geflügelzuchtverein zusammen mit den Züchtern Armin Arbeiter und Emanuel Martiny sowohl Altsteirern als auch Sulmtaler in reinen Linien zu züchten. So entstand mit dem erst jetzt als Sulmtaler bezeichnete schwere Zwie- und Masthuhn, das aufgrund seiner hervorragenden Nutzeigenschaften von der Steiermärkischen Landesregierung anerkannt und besonders für Maisanbaugebiete empfohlen wurde.Die Sulmtaler verbreiteten sich rasch. Um 1914 waren Sulmtaler Hühner auf etwa 1.000 Geflügelhöfen in der Steiermark zu finden. Nachdem der Bestand im Ersten Weltkrieg zurückgegangen war, wurde die Rasse um 1925 von Franz Koschar wieder gezüchtet und überstand den Zweiten Weltkrieg in der Zuchtanstalt Dornegg bei Graz wo man in der Folge versuchte, das Körpergewicht wieder zu erhöhen. 

Während Sulmtaler ursprünglich vor allem in der Region zwischen Graz und Marburg an der Drau gehalten wurden hat sich die Rasse zwischen 1918 und 1945 in Deutschland verbreitet und wird heute in beiden Ländern gezüchtet.

 

Eigenschaften und Leistung

Sulmtaler sind wetterharte Zweinutzungshühner mit zartem, weißen Fleisch. Sie sind sehr frohwüchsig, ausgezeichnete Futterverwerter und daher leicht mästbar. Die Legeleistung im ersten Jahr liegt bei ca. 180 rahmfarbigen bis hellbraunen Eiern mit einem Bruteier-Mindestgewicht von 55 g. Der Bruttrieb ist eher gering. Die Tiere haben einen ruhigen Charakter und lassen sich leicht zähmen. Trotz ihres hohen Gewichts können Sulmtaler recht gut fliegen. Die Küken sind frohwüchsig, die Aufzucht ist problemlos.

 

Aufgrund von Traditionellem Wissen um die Zucht und Haltung der Rasse, wird das Sulmtaler in Österreich im Register der Traditionellen Lebensmittel auch als Sultmaler Hendl, Sulmtaler Kaiserhahn und Sulmtaler Kapaun geführt.

 

Seit 2004 hat sich eine Züchtergruppe in der Südsteiermark organisiert und zusammen mit den Universitäten Laibach und Marburg an der Drau die Erhaltung der Rasse zur Aufgabe gestellt. 2006 wurde das Sulmtaler Huhn zum Leitprojekt im Naturpark Südsteirisches Weinland erklärt und 2007 von Slow Food Österreich in die "Arche des Geschmacks" aufgenommen

Rassemerkmale

Sulmtaler Hühner sind tiefgebaute, schwere und als "vierschrötig" bezeichnete Landhühner mit kaum mittelhoher Stellung und feinem Knochenbau. Sie weisen einen vollen, tiefen und breiten Rumpf in Kastenform auf. Der Schwanz ist aus mittellangen Federn aufgebaut und hat viele Nebensicheln.

 

Der Hahn wiegt zwischen 3 und 4 kg, die Henne wird 2,5 bis 3,5 kg schwer. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal dieses Huhns ist der nur bei den steirischen Rassen (wie z. B. auch beim Altsteirer) aufrecht stehende Wickelkamm bei Hennen und der kecke Federschopf. Die Ohrscheiben sind weiß und klein, wobei auch eine rot-weiße Ausprägung erlaubt ist. Die Augenfarbe ist orangerot, die Kehllappen sind mittelgroß. Die Rasse hat kaum hervortretende, gut bemuskelte Schenkel und mittellange Läufe. Meist werden weizenfarbige Formen gezüchtet, seltener auch weiße, wobei beide Schläge anerkannt sind.

 

Quelle: Wikipedia

Vorwerkhühner

Die Rasse „Vorwerkhühner“ wurde vor 100 Jahren von Oscar Vorwerk aus Othmarschen geschaffen. Sein planmässig erarbeitetes Zuchtziel sah ein aussergewöhnlich schönes Nutzhuhn (Eier, Fleisch) vor, das gleichermassen für die Repräsentation in den damaligen parkähnlichen Gärten der vorstädtischen Villenviertel geeignet sein sollte. In 10-jähriger beharrlicher Zuchtarbeit zog Oscar Vorwerk aus heimischen Lakenfeldern, den aus England importierten „Gelben Orpington“ und heimischen gelben Ramelslohern sowie blauen Andalusiern eine neue Rasse. Ergebnis waren „Goldvögel“ mit gleichen Farb- und Zeichnungsanlagen in beiden Geschlechtern; ein Landhuhntyp, goldgelb mit harmonisch angefügtem Schwarz in Hals und Schwanz, schieferblauen Läufen, rotem Gesicht und weißen Ohrscheiben. Dieses Zuchtziel gilt seither und soll auch unverändert als kulturelles, historisches und nationales Gut erhalten werden.

 

Die große Begehrtheit der Vorwerkhühner ist heute im Wesentlichen auf ihre markante Erscheinung zurückzuführen. Das anspruchsvolle Zuchtziel fordert aber vom Züchter viel Können, Geduld und Beharrlichkeit; da bleiben Enttäuschungen nicht aus, so dass einige Hobbyzüchter nach wenigen Jahren aufgeben. In den nächsten Jahren wird es besonders wichtig sein die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (laut Rassestandard 170 Eier im ersten Legejahr mit einem Mindestgewicht von 55g) durch züchterische Maßnahmen zu festigen bzw. wieder zu erreichen.

 

Die Geschichte der Verbreitung der Vorwerkhühner zeigt, dass diese wie kaum eine andere Rasse vom wirtschaftlichen Wohlergehen im Lande abhängen: Nachdem 1912 die Rasse erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, konnte ihre Anerkennung erst nach dem 1. Weltkrieg 1919 erfolgen. In den 20iger und 30iger Jahren breiteten sich die Vorwerkhühner dann besonders in Schlesien, Sachsen und Thüringen aus. Es war Oscar Vorwerk selbst, der zum Teil durch kostenlose Tierabgabe dafür sorgte. Mit dem 2. Weltkrieg und seinen unmittelbaren Folgen starben sie beinahe aus. 1946 waren für die Zucht nur noch 2 Hähne und 26 Hennen verfügbar, die die Frau des Sattlermeisters Karl Schmidt in Großbreitenbach /Thüringer Wald über den Krieg und die Nachkriegswirren gerettet hatte. Diese Tiere bildeten die Grundlage für den Wiederaufbau der Zucht in ganz Deutschland! Diese Geschichte zeigt andererseits auch, dass es zu jeder Zeit Züchter gegeben hat, die sich aus Begeisterung und Liebe für diese harmonische züchterische Komposition einsetzten und sie förderten.

 

Hähne wiegen zwischen 2.5 – 3kg, Hennen 2 – 2.5 kg.

 

Die Schalenfarbe der Eier ist gelblich, das Mindestgewicht für Bruteier beträgt 55g.

 


Gänse

Diepholzer gans

Die Diepholzer Gans ist eine schneeweisse, mittelgrosse, rundliche Landgans mit einem orangefarbenen Schnabel und rötlichen Füssen. Sie hat ein munteres Wesen und legt pro Jahr zwischen 35 und 50 weisse Eier; hauptsächlich in der Zeit zwischen Oktober und Mai. Die Diepholzer Gans bewahrte einen starken Bruttrieb, so dass es keine Seltenheit ist, dass Züchter zwei Mal pro Jahr das Wunder der Naturbrut miterleben. Die Eltern sind ausgezeichnete Führer ihrer Gössel.

 

Die Diepholzer Gans zieht ihre Betrachter mit ihren freundlichen Gesichtszügen und den klaren blauen Augen in ihren Bann. Sie ist eine genügsame und robuste Weidegans, die im Gelände gut zu Fuss ist. Zur artgerechten Haltung gehört aber auf jeden Fall eine Schwimmmöglichkeit. Diese Rasse gehört zu den leichten Landgänsen und vermehrt sich problemlos. Die Tiere sind mit 6 bis 8 Monaten äusserst frühreif und brüten 30 Tage lang. Die Diepholzer Gans wurde auf mannigfache Weise genutzt; so dienten ihre Federn als Schreibkiele, ihre Daunen zum Stopfen von Kissen und ihr Fleisch als Weihnachtsbraten. Ein besonderes Kennzeichen ist ihre hervorragende Fleischfülle in den wertvollen Teilstücken Brust und Keule. Sie ist eine Magergans und liefert fettarmes, muskelreiches, festes und zugleich zartes Fleisch.

 

Die Ganter wiegen ca. 7 kg, die Gänse ca. 5.5 kg.

 

Herkunft und Entwicklung

Die Diepholzer Gans stammt aus der Grafschaft Diepholz im Norden Deutschlands, wo sie einst in grossen Herden gehalten wurde. Sie wird seit über hundert Jahren gezüchtet und ist eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen. Aufgrund ihrer extensiven Haltung auf Bruchweiden (Wiesenmooren) entwickelte die Diepholzer Gans ihre Widerstandskraft und legendäre Futterdankbarkeit. Ab und zu gesellten sich wild lebende Graugänse zu den Diepholzer Gänsen. Durch solche Paarungen wurde die bereits durch die verschiedenen Futter- und Witterungsverhältnisse entwickelte Robustheit der Diepholzer Gans nochmals gestärkt. 1925 wurde die Diepholzer Gans als Rasse anerkannt. Mit nachlassender Nachfrage nach Schreibfederkielen, Daunenfedern und Gänsefleisch geriet die edle Rasse in Vergessenheit und die grossen Herden verschwanden.

Quelle: ProSpecieRara


Enten

Pommernente

Die Pommernente ist einer der letzten Vertreter des Landenten-Typs in Europa, was an ihrem langen, breiten und tiefen Körper und der waagrechten Haltung erkennbar ist. Charakteristisch für die zutraulichen Enten ist ihr auffälliger, weisser Brustlatz, der die Züchter immer wieder herausfordert, soll er doch gut gezeichnet mit klarer Grenzlinie auf der Brust der Enten prangen. Es gibt zwei Farbschläge: schwarz mit grünem Glanz und blau (grau).

 

Die Legeleistung der Pommernente ist erstaunlich: über 150 Eier im Jahr sind durchaus möglich, wobei die Eier ca. 70 g schwer sind. Sogar mehrjährige Enten bringen noch gute Leistungen und ziehen kurz vor Mauserbeginn im Sommer oft noch zuverlässig eine Brut auf. Trotz ihrer Grösse wirken sie nicht plump. Diese sehr leise schnatternden Enten sind unermüdliche Schneckensucher und sehr wirtschaftlich. Die Jungenten sind ausgesprochen wetterhart. Sie wachsen schnell heran und befiedern sich rasch, nach nur 4-5 Monaten sind sie ausgewachsen. Das optimale Schlachtalter liegt bei 5-6 Monaten, auch weil zu diesem Zeitpunkt die Mauser das Rupfen der Tiere erleichtert. Das Fleisch gilt unter Kennern als Delikatesse. Trotz dieser Vorzüge gibt es in der Schweiz und in Deutschland nur noch wenige Züchter, die sich dieser attraktiven Rasse gezielt annehmen. Wie bei den meisten Enten lassen sich auch hier Männchen und Weibchen gut unterscheiden: Der Erpel hat einen helleren, olivgrünen Schnabel und eine Schwanzlocke, während der Schnabel des Weibchens eine dunklere, schiefergraue bis schwarz Färbung zeigt. Die "Bohne", die Schnabelspitze, ist bei beiden Geschlechtern schwarz.

 

Die Erpel wiegen ca. 3 kg, die Enten zwischen 2.3 und 2.7 kg.

 

Herkunft und Entwicklung

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war Schweden eine Grossmacht in Europa zu der auch die Region Pommern gehörte. Dort gab es zu jener Zeit Enten mit einem Latz, die so genannten Schwedenenten. Noch vor einigen Jahrzehnten gab es in Schweden viele dieser Enten, allerdings in einem viel kleineren Format. Sie lieferten nicht nur feines Tafelfleisch, sondern waren auch sehr gute Legerinnen, was ihnen den Ruf als ausgezeichnetes Wirtschaftsgeflügel einbrachte. Inzwischen entwickelte sich aus der Schwedenente die Pommernente. Sie stammt aus verschiedenen Ländern Europas und wurden nach dem Hauptzuchtgebiet Pommern benannt.

Quelle: ProSpecieRara